Was die Zahlen aussagen: es gibt keine Notwendigkeit, einen Standort zu schließen!

Im weiteren Verlauf sind nicht nur die im von BIREGIO erstellten Schulentwicklungsplan für die Gemeinde Wenden aufgeführten Inhalte dargestellt.

Wir stellen eine alternative vor, die den Eltern Handlungssicherheit für mindestens die nächsten vier Einschulungsjahrgänge geben wird.


Schulentwicklung im Primarbereich der Gemeinde Wenden

Der von der Gemeindeverwaltung beauftragte Schulentwicklungsplan weist Lücken auf, sodass eine zukunftsorientierte Entscheidung über die zukünftige Gestaltung des Primarbereiches in der Gemeinde Wenden so nicht zu treffen ist.

Wir von DIGO haben uns den Schulentwicklungsplan sehr detailiert angesehen und ein weiteres Zukuntszenarion für den Primarbereich aufgestellt. Dabei ist es nicht ausreichend, die Situation vom derzeitigen Schulverbund Wenden-Ottfingen-Rothemühle aus zu betrachten, sondern die jetzige und zukünftige Situation der gesamten Gemeinde Wenden in die Überlegungen einzuschließen.


Die Entwicklung der Schülerzahlen in der Gemeinde Wenden

Die Schülerzahlen im Bereich der Schuleingangsklassen haben in diesem Jahr mit 160 Schülern einen Tiefstand erreicht.

In den nächsten vier Jahren sind die Schülerzahlen für die Eingangsklase im Pimarbereich in der Gemeinde Wenden wieder auf oder über dem Stand der letzten Jahre, d.h. der Trend ist deutlich positiv.


Einwohnerzahlen in der Gemeinde Wenden

Die Gemeinde Wenden hat derzeit insgesamt 20.397 Einwohner*.

Die derzeitigen Grundschulstandorte befinden sich in

  • Wenden
  • Gerlingen
  • Hünsborn
  • Ottfingen
  • Rothemühle

 

*Quelle: www.wenden.de/Rathaus/Verwaltung/Einwohnerstatistik; Stand: 30.06.2015


Schülerzahlen Primarstufe in der Gemeinde Wenden nach Ortschaften

Aus allen Ortschaften der Gemeinde Wenden werden in den nächten fünf Jahren nach derzeitigem Stand 893 Kinder eingeschult*. Dafür stehen derzeit fünf Schulstandorte zur Verfügung. Die folgende Liste zeigt die Standorte mit der Anzahl der aus der jeweiligen Ortschaft stammenden Kinder:

  • Wenden (166)
  • Hünsborn (159)
  • Gerlingen (122)
  • Ottfingen (78)
  • Rothemühle (25)

 

*Quelle: Schulentwicklungsplan der Gemeinde Wenden 2015


Zahlen aus dem Schulentwicklungsplan

Die hier aufbereiteten Zahlen zeigen -wie bis zum Anfang des Jahres üblich- die zu erwartenden Schulanfänger pro Jahrgang und Ortschaft. Die aktuellen Schulstandorte sind "grün" hinterlegt.


Die Forderungen der Politik

Stellvertretend sind hier Forderungen aufgeführt, die die Bürgermeisterkandidaten im Rahmen einer KAB Podiumsdiskussion geäußert haben:

Bernd Clemens (CDU): „Er verspreche sich vom Gutachten sachliche, fundierte Zahlen, und wenn die das hergeben, dann muss man auch den Mut haben, eine Schule zu schließen“

Anmerkung: die Zahlen im Schulentwicklungsplan sind nicht fundiertund sogar falsch! Das DIGO-Konzept basiert auf den richtigen Zahlen und betrachtet auch noch Faktoren, die im Schulentwicklungsplan der Gemeinde Wenden nicht genannt sind.

Jutta Hecken-Defeld (SPD): „Sie plädiert dafür, jede Schule so lange zu erhalten wie möglich. (…) und wenn dann Bedarf für Ganztag in Ottfingen ist, dann muss der eben eingerichtet werden. (…nur) Wenn eine Schule geschlossen werden muss, dann muss das sein.“

Anmerkung: Die Schulen in der Gemeinde Wenden können aufgrund der vorliegenden Zahlen alle erhalten bleiben. Es besteht keine Notwendigkeit einer Schließung!

Thorsten Scheen (UWG): „Am Ende müssen wir die beste Lösung für die Schüler im Auge halten. (…) Weiterhin weigere er sich, automatisch an Ottfingen zu denken, wenn es um die Schließung eines Schulstandortes gehe. „Dort gibt es 7.000 Quadratmeter Schulfläche. In Rothemühle sind es 4.000.“

Anmerkung: Beim DIGO-Konzept geht es um die Kinder! Zudem tendiert der vorliegende Schulentwicklungsplan stark in eine Richtung: wenn es um Schließung geht, wird indirekt der Standort Ottfingen genannt. Es ist nur fair darauf hinzuweisen, dass Ottfingen in allen Belangen nicht der kleinste Grundschulstandort in der Gemeinde Wenden ist.