DIGO - Kurzfilm 1

Lisa erzählt davon, wie sie sich auf die Einschulung freut, aber jetzt nicht sagen kann, wo sie zur Schule gehen wird. Lisa hat bereits mit ihren Eltern den Schulweg geübt, ebenso wie die anderen 15 Kinder aus ihrem Jahrgang. Der Antrag des Bürgermeisters auf Schliessung der Grundschule kann aber jetzt zu einer ganz neuen Situation führen.

Tina, die Mutter von Lisa, hat ihrer Tochter erklärt, warum die Situation jetzt soi schwierig ist: geht es um das Thema Schule, mischen unheimlich viele Personen und Gremien bei der Entscheidungsfindung mit. Dabei gibt es Grauzonen, die nicht klar regeln, wer welche Entscheidungen zu treffen hat.

Die Verwaltung der Gemeinde Wenden entscheidet als Träger der Grundschule, wo Schulraum angeboten wird. Der Bürgermeister, auf der einen Seite "Geschäftsführer" der Verwaltung, auf der anderen Seite durch die Bevölkerung gewählter Vertreter aller Bürgerinnen und Bürger. Die Ratsmitglieder in ihrer Funktion als Aufsichts- und Entscheidungsgremium, die die Geschicke der Gemeinde  Wenden zu steuern und zu die Arbeit der Verwaltung zu kontrollieren haben. Sie sind die gewählte Stellvertreter aller Einwohner der Gemeinde Wenden, die den Schwur abgelegt haben, im Interesse der Bürgerinnen und Bürger ihrer Gemeinde zu entscheiden.

Dann noch Schulleitung und Schulverwaltung mit der Aufgabe den Unterrricht nach den Vorgaben der Landesregierung sicher zu stellen. Beauftragt u.a. mit der Klassenbildung und somit mit dem Recht, auch den Beschulungsort jeden Kindes zu bestimmen. Aber auch mit der Verpflichtung, alle Standorte innerhalb eines Schulverbundes gleichberechtigt zu behandeln. Daraus folgt, dass sich Inhalte an verschiedenen Standorten eines Schulverbundes nicht unterscheiden dürfen.

Dies ist für Erwachsene bereits schwer zu verstehen, aber Lisa und ihre Freunde werden in den nächsten Tagen versuchen, Zuständigkeiten und Zusammenhänge zu erklären. Dabei liegt der Schwerpunkt darin, die aktuelle Situation und deren Entstehung zu beschreiben.

Viel Spaß bei Lisa's Erklärungen!

DIGO Kurzfilm 2

Lisa stellt die Frage, wie es kommt, dass die Anmeldezahlen in Rothemühle in der aktuellen Diskussion keine Rolle spielen, obwohl dort im Oktober nur 11 Kinder angemeldet waren. In Ottfingen sind derzeit 16 Kinder angemeldet, die alle aus dem Ort kommen.

Woher kommen die 9 Anmeldungen in Rothemühle? Und warum gehen diese Kinder nicht nach Ottfingen? Hat dies damit zu tun, dass die Betreuung in Ottfingen erst dieses Jahr im Februar genehmigt worden ist, obwohl das abgestimmte Konzept bereits im Oktober vorgelegen hat? Wurde hier für einen Standort im Hintergrund gezielt Werbung gemacht, solange Ottfingen noch den Standortnachteil hat?

Die von Lisa's Eltern gewählten Politiker haben im April darüber zu entscheiden, ob die Ottfinger Schule erhalten bleibt. Der Bürgermeister ist anschließend an die Entscheidung des Rates gebunden.

DIGO Kurzfilm 3

Anna-Marie kommt aus Ottfingen und geht seit einem Jahr in die Schule. Sie erklärt, warum Sie in Rothemühle zur Schule geht, obwohl die meißten Kinder in ihrer Klasse aus Ottfingen kommen.

DIGO Kurzfilm 4

Timo aus Altenhof, ein Freund von Lisa, erzählt, dass er gerne wie seine Schwester in die Grundschule nach Ottfingen gegangen wäre. Aber seine Eltern wollen dies nicht, weil Schulleitung und Gemeindeverwaltung immer wieder davon sprechen, dass der Standort in Ottfingen keine wirkliche Zukunftsperspektive hat.

Timo findet dies schade, weil die Ottfinger Schule aufgrund der sehr guten Infrastruktur ein echt attraktiver Schulstandort ist.

Aber vielleicht kann er je doch noch nach Ottfingen gehen. Schulleitung, Verwaltung und Politik müssten nur deutlich äußern, dass man den Schulstandort in Ottfingen erhalten erhalten will.

DIGO Kurzfilm 5

Hallo! Leise, Lisa und die anderen Kinder schlafen.

Ich bin die Traumfee der Kinder.

Mannomann.  Was bei denen in den letzten Tagen los war.
Die Träume waren manchmal schon recht heftig!

Was in den Träumen alles vorkam:
Die Schulstandorte in Ottfingen, Wenden und Rothemühle!
Und dann all die Personen,  die da mitmischen!
Das Schulamt im Rathaus, der Bürgermeister, der Gemeinderat, der Schulausschuss, die Schulkonferenz, die Lehrer und die Direktorin, die Schulrätin, der Landrat, die Bezirksregierung und das Schulministerium in Düsseldorf.

Dabei könnte alles so einfach sein! Träumen wir mal ein wenig!

Im Wendener Land gibt es mutige Politiker denen,  über die Parteigrenzen und die Kirchtürme hinaus, das Wohl aller Kinder am Herzen liegt. Sie bewerten die Grundschulsituation anhand der gesamtheitlichen Problematik und wägen sorgsam alle Argumente ab bevor sie entscheiden.
Die Verwaltung orientiert ihr Handeln am Wohlergehen der Schüler und handelt weise über die aktuelle Situation hinaus,  mit der Perspektive auf eine nachhaltige optimale Schullandschaft.
Die Schulleitung ist der Garant für eine neutrale und ausgewogene Führung der Schulstandorte und sichert mit ihren Fähigkeiten die optimale Entwicklung der ihr anvertrauten Schutzbefohlenen.
Der erste Bürger der Gemeinde moderiert die Gremien und führt diese zum Wohle aller Kinder in eine liebenswerte und erfolgreiche Zukunft. Die Bürger der Gemeinde erkennen jetzt das Bemühen aller zum Wohle der Kinder zu handeln und sich von den veränderten Situationen der Vergangenheit mutig zu lösen.

Träume können wahr werden. Müssen nicht Illusion bleiben.

Lisa und ihr anderen Kinder schlaft gut.

Macht euch keine Sorgen. ALLES WIRD GUT!

DIGO Kurzfilm 7

Hallo Zusammen,

im politischen Raum unserer Heimatgemeinde Wenden hat sich die Auffassung manifestiert, das es keine andere Option gibt, als die Grundschule in Ottfingen sofort schließen zu müssen. Nicht zuletzt durch den überraschenden Antrag des neuen Bürgermeisters werden sich die Mitgliederinnen und Mitglieder des Gemeinderates in Kürze mit dieser weitreichenden Entscheidung befassen müssen.

Viele Emotionen, Unterstellungen und Gerüchte zeichnen ein verzerrtes Bild der Sachlage. Umso wichtiger ist es,  belastbare Fakten als Grundlage für eine so weitreichende Entscheidung heranzuziehen.

Interessant und sicher unumstritten sind die Schülereingangszahlen im Primarbereich der Gemeinde Wenden. Die Grafik zeigt einen Zeitraum von 20 Jahren. Die orange gefärbten Balken zeigen die Vergangenheit mit der stark ausgeprägte Delle bis zum Schuljahrgang 2015/2016. Die Talsohle liegt mit dem letzten Einschulungsjahrgang hinter uns. Die belastbaren Zahlen der nächsten 6 Jahrgänge zeigen einen Anstieg auf das Niveau von 2010/2011. Unberücksichtigt bleiben dabei die Auswirkungen der aktuellen Flüchtlingssituation und die notwendigen Maßnahmen die sich aus noch zu entwicklenden Inklusionskonzepten ergeben.

Aus diesen Zahlen lässt sich eine Notwendigkeit für eine Schließung eines Schulstandortes nicht ableiten. Dies bestätigte auch die Bezirksregierung in Arnsberg als Ergebnis eines im letzten Jahr durchgeführten Sondierungsgespräches mit der Verwaltung der Gemeinde Wenden.

 

Dennoch steht der Antrag des Bürgermeisters im Raum. Wenn die Schließung eines Schulstandortes als einzige Lösung für die Zukunft angesehen wird, so resultiert daraus zwangsläufig die Auseinandersetzung mit allen relevanten Fakten in Bezug auf die zwei kleineren Standorte im Schulverbund Wendener Land und die damit verbundenen zukunftsorientierte Daseinsberechtigung.

Fünf objektive Kriterien sollen helfen, das Für und Wider der beiden Alternativen Standorte zu beleuchten, um eine Entscheidung zum Wohl der Gemeinde Wenden treffen zu können!

 

1.       Interessant ist die Frage, wie viele Kinder die Schule zu Fuß erreichen?

Addiert man die Kinder der Eingangsklassen im Zeitraum 2016 – 2020 erreichen den Standort A 25 Kinder und den Standort B 78 Kinder zu Fuß.

Daraus resultiert die Frage: Welche Alternative die meisten Schüler und Schülerinnen fußläufig erreichen können?

 

2.       Zukunftspotentials der Alternativen in Bezug auf die Infrastruktur.
Die Schule der Alternative  A. steht auf einem Grundstück von 5.200 m², Alternative B. auf einer Fläche von 7.000 m².
Die Fläche der Schulräume ist das zweite Kriterium. 797 m² bei Alternative A. und 1.299 m² Schulraumfläche bei Alternative B. Die dazugehörigen Klassenräume liegen bei der Alternative A. bei 7 und der Alternative B. bei zehn Klassenräumen. Zusätzlich ergibt sich bei der alternative B., dass die einzelnen Räume auch noch mehr Fläche bieten. Das heißt,  die Kinder verfügen über mehr Platz in den Schulräumen der Alternative B.

Welche Alternative bietet das größere Infrastrukturelle-Zukunftspotential? Treffen Sie Ihre Entscheidung!

 

3.       Der sichere Schulweg

Der Ort der Alternative A. wird von zwei übergeordneten Landstraßen mit hochfrequentiertem Durchgangsverkehr durchschnitten. Die Landstraßen L512 nach Freudenberg und L342 nach Waldbröl sind dem entsprechend breit ausgebaut und auch durch Schwerlastverkehr hoch beansprucht. Dem gegenüber stehen bei der Alternative B. die K1 als untergeordnete Kreisstraße nach Wenden.

In der direkten Umgebung der Schule zeichnet sich folgendes Straßenbild. Bei Alternative A. ist die Straße so schmal,  dass bei einem anhaltenden Bus entgegenkommender Autoverkehr den nur einseitig vorhandenen Gehweg befahren muss. Zudem befindet sich der Gehweg auf der schulabgewandten Straßenseite.

Alternative B. verfügt über eine breite Zuwegung,  die beim Parken von Bussen das Vorbeifahren von Autos bestens bewältigen kann. Aus beiden Straßenseiten befinden sich Gehwege. Zudem ist die Straße durch Pflanzbuchten im unmittelbaren Schulbereich verkehrsberuhigt.

 

Welche Alternative weist das geringere Gefahrenpotential für den Schulweg auf?

 

4.       Verbunden mit der räumlichen Lage ist auch die Frage der Fahrbelastung für die Schüler und Schülerinnen. Wie viele Kinder müssen Bus fahren, wenn einer der beiden Alternativen geschlossen wird. Wenn Alernative A. geschlossen würde, müssen zusätzlich 100 Km von 14  Kindern gefahren werden. Würde Alternative B. geschlossen, müssen in Zukunft 25 Kinder mit einem Fahraufkommen von 130 Kilometer pro Tag rechnen.

 Welche Alternative bietet die geringere Fahrbelastung?

 

5.       Nicht zuletzt ist die Entscheidung Für oder Wieder einer Alternative im Zusammenhang des Landesentwicklungsplanes NRW´s zu sehen.

Ziel der Landesplanung in Nordrhein-Westfalen[13] ist eine nachhaltige Entwicklung, die soziale und ökonomische Raumansprüche mit ökologischen Erfordernissen in Einklang bringt.  Darunter fallen die Entwicklung der Siedlungsräume, die Flächenvorsorge für Wohnbauland, Wirtschaft , Freizeit und Erholung und Infrastrukturmaßnahmen.
Dabei stehen Ortschaften mit einer Einwohnerzahl größer 2.000 im Fokus der Entwicklungsförderung.

Welche Alternative sieht die Förderung nach dem Landesentwicklungsplan vor?

 

Wir wollen weiter transparent und offen kommunizieren. Wenn ihr andere oder weitere belastbare Zahlengrundlagen oder Fakten habt, dann teilt uns diese bitte mit. So können wir unsere Ausarbeitung neutral und offen weiter gestalten. Vorab schon mal herzlichen Dank!